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Einfach ayurvedisch kochen: Mein Frühstücks-Baukasten


Warm frühstücken? Hierzulande wenig beliebt.


Dabei macht es weder viel Arbeit noch ist es kompliziert noch macht es dick. Im Gegenteil!


Ich erkläre Dir die Hintergründe, warum warm frühstücken aus Sicht des Ayurveda gut für Dich ist, und zeige Dir mein einfaches „Baukastensystem“ für DEIN perfektes ayurvedisches Frühstück!



Warum empfiehlt Ayurveda ein warmes Frühstück?


Die ayurvedische Uhr zeigt: Zwischen ungefähr 6 und 10 Uhr morgens ist Kapha-Zeit. In dieser Zeit fühlen wir uns oft noch etwas träge und schwer, der Stoffwechsel muss erst einmal in Schwung gebracht werden.

Da tun Bewegung und frische Luft gut, UND ein warmes Frühstück!

Ayurvedisches Verdauungsfeuer


Die Verdauung wird im Ayurveda mit einem Feuer verglichen, dem Agni. Morgens ist es unsere Aufgabe, das Feuer zu entzünden. Oder auf neuzeitlich übersetzt: Wenn Dein Verdauungssystem als erste Mahlzeit des Tages kalte, schwer verdauliche Speisen wie Joghurt, Quark, Rohkost, Brot und Käse oder gleich ein opulentes Mittagessen vorgesetzt bekommt, ist das eine Belastung für den ganzen Körper.


Das Feuer klug entzünden


Du hast dann viel weniger Energie zur Verfügung, und Blähungen, Verstopfung oder andere Verdauungsprobleme gehören zu Deinem Alltag. Das muss und sollte nicht so sein. Das heißt, Du darfst morgens ein kleines Frühstück zu Dir nehmen, bevor Du später Deine erste große Mahlzeit isst, vorzugsweise dann am Mittag.


Wichtig für das Frühstück ist, dass es leicht ist. Und mit leicht meine ich leicht verdaulich, nicht im Sinne von wenig Kalorien! Hier wieder der Vergleich mit dem Feuer: Das braucht erst einmal leicht brennbare Materialien. Wenn Du gleich mit dem riesigen feuchten Holzklotz kommt, erstickt es im Keim.


Rohes und Kaltes löscht das ayurvedische Verdauungsfeuer


Alles, was roh oder kalt ist, wie die berühmten grünen Smoothies, Joghurt oder der angeblich Wunder wirkende Selleriesaft, ist schwer verdaulich. Der Körper braucht viel Energie, um die Nährstoffe aufzuspalten, und bei den meisten Menschen ist er am Morgen noch gar nicht in der Lage dazu. Das wiederum bedeutet, Du kannst Dir den grünen Smoothie eigentlich sparen, da die Vitamine zu dieser Zeit und in diesem rohen Zustand sowieso nicht aufnimmst! Noch dazu bewirken rohe, schwer verdauliche Lebensmittel, dass die Energie, die für die Verdauung verwendet wird, uns nicht zur Verfügung steht. Wir fühlen uns müde, greifen zu Kaffee und süßen Snacks.


Die richtige Ernährung am Morgen


Gut zurecht kommt der Körper am Morgen mit allem, was warm und leicht ist. Porridge oder allgemein Getreidebrei, Overnight Oats, gedünstetes Obst, selbst gemachtes ayurvedisches Bananenbrot, alles wunderbar. Damit stellst Du sicher, dass Du Energie für den Tag hast, Energie, mit denen Du Deine Projekte verwirklichen kannst, statt sie an eine überforderte Verdauung zu verlieren!


Macht ein warmes Frühstück dick?


Nein, im Gegenteil! Studien zeigen, dass ein warmes Gericht am Morgen mit ausreichend Kohlenhydraten und Ballaststoffen⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

🌷Deinen Stoffwechsel aktiviert⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

🌷Deine Verdauung ins Lot bringt⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

🌷Deiner Figur zugute kommt⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

🌷Deine Konzentrationsfähigkeit steigert⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Reicht das als Argumente? Mir schon. Lass uns also loslegen mit dem Baukastensystem.

Zuerst bekommst Du mein Grundrezept für Getreidebrei. Je nach Sorte unterscheiden sich die Relationen zwischen Flüssigkeit und Getreide. Das probiere ich einfach aus. Erstmal etwas Flüssigkeit hinzugeben, und wenn Du merkst, dass Du mehr brauchst, dann eben mehr!


Grundrezept


  1. Du lässt Ghee oder Kokosfett in einem Topf schmelzen und gibst die Gewürze Deiner Wahl hinzu. Verteile sie mit einem Kochlöffel im Fett und lass sie so lange anrösten, bis sie duften.

  2. Dann gibst Du das Getreide hinzu, reduzierst die Hitze und röstest es ebenfalls ca. 1-2 Minuten lang an.

  3. Anschließend löscht Du Dein Gericht mit der Flüssigkeit Deiner Wahl ab und lässt alles auf kleiner Flamme köcheln, bis das Getreide weich ist.

  4. Obst oder Trockenobst Deiner Wahl fügst Du je nach Sorte so hinzu, dass es warm und weich wird. Während Du Beeren im Sommer erst ganz am Schluss mit untermischen solltest, brauchen Äpfel mehr Zeit.

  5. Am Ende darfst Du Dein Werk noch mit Deinen Lieblings-Toppings garnieren, die ich Dir ebenfalls typgerecht nahelege.


Falls Du magst, schau in meinen Ressourcen nach meinen Lieblings-Lebensmitteln und -Küchenhelfern. Auch Kochbücher empfehle ich da.


Was heißt typgerecht?


Passend zu Deiner ayurvedischen Konstitution. Da gibt es zwei: Deine Grundkonstitution und Deine aktuelle Konstitution. Ziel im Ayurveda ist immer, Deine aktuelle Konstitution so auszugleichen, dass sie Deiner Grundkonstitution näher kommt.

Das Leben nach den Prinzipien des Ayurveda ist leichter, wenn Du Deine Grundkonstitution kennst. Es geht aber auch ohne dieses Wissen, wenn Du Dich gut beobachtest und Deine eigene Expertin wirst.


Schauen wir uns an, welche Abweichungen von Deinem Idealzustand Du wie ausgleichen kannst. Ich kategorisiere relativ grob in die drei Doshas. Du selbst spürst dann, wie sich Dein Gleichgewicht verändert, wenn Du beginnst, Dein Frühstück danach auszurichten.


Vata


Sehr viele Menschen leiden unter einem Vata-Überschuss, gerade jetzt im Winter. Du bemerkst das an trockener Haut, Frieren, häufigen Erkältungen, Verstopfung, Blähungen und Stressanfälligkeit. Zu viel Vata sorgt für Nervosität und Ängste.

Hier helfen nährende, wärmende Lebensmittel und Getränke mit den ayurvedischen Geschmacksrichtungen süß, sauer und salzig.


Pitta


Pitta ist hauptsächlich im Sommer aktiv, kann aber zu jeder Jahreszeit im Überschuss in Dir vorhanden sein. Anzeichen dafür sind Entzündungen, Rötungen, Wut, Ungeduld, Hektik und Durchfall.

Bei Pitta-Überschuss sind kühlende Lebensmittel mit den ayurvedischen Geschmacksrichtungen süß, bitter und zusammenziehend gut geeignet,


Kapha


Kapha ist im späten Winter und im Frühling das in der Natur vorherrschende Dosha. Ein Zuviel an Kapha kannst Du an Trägheit, Gewichtszunahme, Verschleimungen, Allergien und einem langsamen Stoffwechsel erkennen.

Kapha braucht wärmende, leichte Speisen mit den ayurvedischen Geschmacksrichtungen scharf, bitter und zusammenziehend.


Getreide


Die idealen Getreidesorten sind zum

  • Vata-Ausgleich: Basmatireis, Dinkel, Hafer, Weizen, Quinoa

  • Pitta-Ausgleich: Basmatireis, Dinkel, Hafer, Weizen, Quinoa, Amaranth

  • Kapha-Ausgleich: Gerste, Hirse, Mais, Buchweizen, Basmatireis, Quinoa, Roggen


Flüssigkeit


Die Milchsorten kannst Du je nach Geschmack wählen. Ich empfehle am liebsten Mandel- und Hafermilch, da diese sehr gut verträglich für alle Doshas sind. Menschen mit starkem Kapha-Überschuss dürfen die Milch verdünnen oder den Brei mit Wasser herstellen.


Obst


Als Obst eignet sich zum

  • Vata-Ausgleich: alle Früchte und Trockenfrüchte

  • Pitta-Ausgleich: süße, nicht zu saure Früchte wie Äpfel, Birnen, süße Beeren, getrocknete oder frische Datteln und Feigen

  • Kapha-Ausgleich: nicht zu süße, leicht verträgliche Früchte wie Äpfel, Aprikosen, Beeren, als Trockenfrüchte Rosinen und Trockenpflaumen.


Gewürze


Die besten Gewürze zum

  • Vata-Ausgleich: Zimt, Kurkuma, Kardamom, Safran, Nelken, frischer Ingwer

  • Pitta-Ausgleich: Vanille, Kurkuma, Kardamom, Safran, Zimt in kleinen Mengen

  • Kapha-Ausgleich: alle Gewürze, insbesondere Zimt und Ingwer


Toppings


Als Toppings kannst Du verwenden:

  • Gehackte Nüsse und Mandeln

  • Kokosflocken (mein Favorit)

  • Saaten, z. B. Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne

  • Getrocknete oder frische essbare Blüten

  • Orangen- oder Zitronenschale in Bio-Qualität

  • Kakao-Nibs


Alternativen


Dir hängt der Getreidebrei zum Hals raus? Geht mir auch manchmal so. Hier ein paar Alternativen, die ebenfalls gut verträglich sind:


Gedünstetes Obst⠀⠀


Du kannst im Grundrezept die Getreideflocken weglassen und nur Obst dünsten und mit Toppings versehen. Besonders gut geeignet sind hier Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Aprikosen, Beeren und Bananen.


Bananenbrot


Wenn Du ein ayurvedisches Bananenbrot selbst bäckst und zum Frühstück auf dem Toaster leicht aufwärmst, ist das auch eine tolle Alternative. Hier ein Rezept:

Du brauchst

  • 300 g Haferflocken

  • 8 reife Bananen

  • 2 TL Kokosöl

  • 6 eingeweichte Datteln

  • 2 TL Zimt

  • 1 TL Vanille

  • 1 Prise Steinsalz

  • Mandelmilch bei Bedarf

Und so geht's:

  1. Ofen auf 180 °C vorheizen

  2. Hafer zu Mehl mahlen

  3. Bananen und Datteln pürieren

  4. Kokosöl erhitzen

  5. Alles gut mischen! Sollte der Teig zu fest sein, gib noch etwas Mandelmilch hinzu.

  6. Backform mit Kokosfett fetten

  7. Teig einfüllen und ca. 35 Minuten backen

Das Brot ist super lecker und vor allem bei Vata-Überschuss sehr gut geeignet.


Herzhafter Getreidebrei


Du kannst den Getreidebrei auch problemlos herzhaft zubereiten. Wähle dann anstelle von Obst einfach Gemüse wie Möhren oder Zucchini und Gewürze wie Kurkuma, Ingwer und schwarzen Pfeffer.


Doshas kennen lernen


Willst Du Deine Doshas kennen lernen und lernen, wie Du sie ausgleichst? Und zwar unkompliziert? Ich schon.

Als integraler Life- und Business-Coach stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Ich will gesund, schön, glücklich und leistungsfähig sein. Ohne stundenlange Rituale, ohne kompliziert.

Und das bin ich. Mit Ayurveda.


Willst Du auch? Dann check meinen Selbstlernkurs Ayurveda To Go. Alles, was Du brauchst, um Ayurveda wirklich zu verstehen und für Dich umzusetzen.

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Ich freu mich auf Dich!


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