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Wie Du mit Ayurveda Dein ideales Sportprogramm findest


Sport und Ayurveda passt nicht zusammen? Oh doch. Bewegung ist eine wichtige Säule der Gesundheit im Ayurveda. Ich erkläre Dir,

  • welche Effekte Bewegung laut Ayurveda hat

  • wie Sport im Ayurveda definiert ist

  • zu welchen Zeiten Sport ideal ist

  • welche Sportarten laut Ayurveda wichtig sind

  • für welches Dosha welche Sportarten besonders ausgleichend wirken.


Sitzen ist das neue Rauchen


Dass Bewegung wichtig ist, weißt Du sicher. Hier ein paar überzeugende Statistiken. Schon 150 Minuten pro Woche, so die Empfehlung der World Health Organisation (WHO), senken das Sterberisiko erwiesenermaßen um 10%, 300 Minuten um 40%. 


„Extremsitzer“, also Menschen, die mehr als 8 Stunden pro Tag sitzen, weisen ein um 80% höheres Sterberisiko auf. Daher der Spruch „Sitzen ist das neue Rauchen“.


Verjüngung durch Bewegung


Regelmäßiger Ausdauersport, man spricht von dreimal 45 Minuten pro Woche, aktiviert das Enzym Telomerase, das die Körperzellen deutlich verjüngt. Du lebst nicht mehr länger, sondern bist auch jünger! Und siehst jünger aus. Dieser tolle Artikel im Ärzteblatt zeigt Dir noch mehr überzeugende Zahlen, falls es nicht schon reicht.


Bewegung im Ayurveda


Was jetzt wissenschaftlich bewiesen wird, wusste Ayurveda schon vor Jahrtausenden: Bewegung schenkt Dir Kraft und Stabilität (Sthiratva), ersetzt Fett durch Muskeln, stärkt das Immunsystem, sorgt für mentale Klarheit und verzögert das Altern.


Der Haupteffekt von Sport wird im Ayurveda Sthiratva genannt, was übersetzt so viel wie Stabilität bedeutet. Der ayurvedische Begrifff Sthiratva meint aber nicht nur körperliche Kraft und Stabilität, sondern auch mentale und emotionale Stabilität. Und die fehlen uns meist genauso wie die körperliche. 

“From physical exercises, one gets lightness, a capacity for work, firmness, tolerance of difficulties, elimination of impurities and stimulation of digestion”

so ein Zitat aus der Caraka Samhita, einer der wichtigsten ayurvedischen Schriften.


Der Effekt von Sport ayurvedisch erklärt

Sport reinigt laut Ayurveda unsere Srotas. Das sind die Transportwege unseres Stoffwechsels. Srota heißt soviel wie Fluss oder Kanal. Es gibt im Ayurveda 13 besonders wichtige Srotas:

  • 3 Srotas für die Aufnahme von Atem, Wasser und Nahrung

  • 7 Srotas, die die 7 Gewebe versorgen

  • 3 Kanäle zum Abtransport von Urin, Stuhl und Schweiß

Sport befreit die ayurvedischen Körperkanäle


Für unsere Gesundheit hält Ayurveda es für unverzichtbar, dass die Srotas frei von Ablagerungen sind, die auch als Ama bezeichnet werden. Wie Du Deinen Körper generell von Ama befreist, beschreibe ich in diesem Artikel. Sport gehört auf jeden Fall dazu. Die Reinigung der Srotas durch regelmäßige Bewegung spürst Du sofort: Blockaden lösen sich, Stress baut sich ab, Du fühlst Dich einfach wohl.


Ayurveda will, dass Sport Spaß macht!


Die ayurvedischen Begriffe für Sport sind Krida, was so viel wie Spiel und Tanz bedeutet, und Vyayama, Körperübungen. Es geht also einerseits um Disziplin, andererseits aber genauso um Spaß. Das sinnliche Empfinden ist im Ayurveda einer DER Schlüssel zum Wohlbefinden. Wenn Du Dich mit Widerwillen auf dem Laufband abmühst, macht Dich das weder gesund noch schön. Wenn Du Dich nach dem Sport etwas müde, aber dennoch voller Energie und vor allem glücklich fühlst, hast Du laut Ayurveda alles richtig gemacht. 


Finde Bewegungsarten, die Dir Spaß machen. Das Angebot ist riesig. Und wenn es erst einmal der tägliche Spaziergang mit Deinen Kollegen oder Deinem Mann ist. Oder 5 Minuten zu einem guten Lied tanzen. Fang klein an und steigere Dich. Ideal sind laut Ayurveda mindestens 20 Minuten täglich, am besten morgens. Mehr dazu in meinem Artikel "Morgenroutine" und am Ende dieses Artikels.


Sport und die ayurvedische Uhr


Als die ideale Zeit für Sport gilt im Ayurveda die Kapha-Zeit morgens zwischen 6 und 10 Uhr. In dieser Zeit neigen wir dazu, etwas träge zu sein und viel Schwere in uns zu spüren. Bewegung wirkt sehr effektiv dagegen, aktiviert unseren Stoffwechsel und weckt unsere Zellintelligenz. Die ganze Kommunikation im Körper kann dadurch viel besser ablaufen, wir sind körperlich, mental und emotional geklärt und effizient.

In der Pitta-Zeit zwischen 10 und 14 Uhr ist Sport weniger empfehlenswert, da wir hier sehr schnell überhitzen. Die Vata-Zeit zwischen 14 und 18 Uhr macht uns mobil und beweglich und eignet sich auch gut für Bewegung. Oft mache ich in dieser Zeit einen Spaziergang. Die schönste Pause für mich! Ich tanke frische Luft, Energie und Fokus.


Die Ruhe und Schwere der Kapha-Zeit von 18 bis 22 Uhr sollte aus ayurvedischer Sicht genutzt werden, um den Tag harmonisch im Kreise Deiner Lieben abzuschließen und Dich auf die Bettruhe vorzubereiten. Kleine Spaziergänge sind ok, Sport gilt nicht als empfehlenswert.


Drei Säulen


Zu einem Rundum-Sportprogramm gehören laut Ayurveda drei Säulen:

  • Kräftigung

  • Ausdauer 

  • Flexibilität

Auch hier wird Ayurveda von der modernen Wissenschaft bestätigt. Ist das nicht toll?


Kraft


Für die Kräftigung eignen sich Übungen mit Deinem eigenen Körpergewicht, aber auch mit Hanteln. Auch stärkende Yoga-Übungen wir die Planke sind toll. Achte dabei auf eine tiefe Atmung durch die Nase. So steigerst Du die Intensität und signalisierst Deinem Körper und Deinem Geist, dass Du nicht fliehen musst, sondern etwas für Deine Stärkung tust. Krafttraining ist mit dem ayurvedischen Element Erde verbunden.


Gerade flatterige Vata-Personen oder feurige Pitta-Typen, denen oft die Erdung fehlt, profitieren von einem gesunden Kraftaufbau. Bei intensiveren Einheiten wird auch das Feuerelement stimuliert. Pitta, aufgepasst! Nicht zu viel Ehrgeiz, das wird kontraproduktiv!

Ausdauer

Ja, auch Ausdauertraining gilt im Ayurveda als wichtige Komponente unserer Gesundheit. Am besten ist Ausdauertraining in der Natur. Joggen, Nordic Walking, zackiges Spazierengehen, Radeln und  Schwimmen sind super. Wenn das Wetter Dir nicht passt, ist aber auch Indoor-Sport gut. Tanzen, Aerobic, Cardio-Gynmastik, Zumba und so weiter heben Deine Laune und stärken Deinen Stoffwechsel. Auch hier gilt: Tief atmen! So weit Du kannst, atme durch die Nase. Jedoch beinhaltet ein gutes Cardio-Programm auch ab und zu intensivere Sequenzen, während derer Mundatmung notwendig wird.

Ausdauer-Sportarten im niedrigen Leistungsbereich  sind mit dem ayurvedischen Luftelement verbunden. Kapha-Typen profitieren davon am meisten, sie gewinnen dadurch Leichtigkeit auf allen Ebenen. Pitta kann sich hierbei gut abreagieren. Wenn es intensiver wird, kann Ausdauersport allerdings wieder Pitta steigern! Also bitte maßvoll damit umgehen. Vata-Typen brauchen am wenigsten Cardio. Zu viel und vor allem zu schnelle Bewegung macht sie oft noch flatteriger. 

Flexibilität


Yoga, Pilates, Stretching oder Faszientraining mit dem Ziel Flexibilität und Geschmeidigkeit bilden die dritte Säule eines ayurvedischen Sportprogramms. Ich trainiere meine Beweglichkeit gerne am Ende meiner Sporteinheit und praktiziere hier ganz bewusst eine ruhige, tiefe Atmung. 

Flexibilitätstraining stimuliert das ayurvedische Element Wasser. Dieses Element sorgt für Geschmeidigkeit, Weichheit und Schönheit. Du beugst damit Gelenks- und Knochenproblemen vor. Für alle Doshas super!

Dosha-Tabelle


Die folgende Tabelle fasst zusammen, welche Sport-Kategorie welche Doshas ausgleicht:

Wenn Du also merkst, dass Du gerade sehr flatterig bist und Erdung brauchst, also Anzeichen für einen Vata-Überschuss hast, sind für Dich Dehnübungen ideal, an zweiter Stelle steht Kraft. Andersrum, wenn Du Dich träge und schwer fühlst, überwinde Deinen Schweinehund und gleiche Deinen Kapha-Überschuss mit Ausdauertraining aus!


Wie baust Du Dein ideales Training auf?


Schrittweise. Fang klein an. Du kannst anfangs auch abwechseln: An einem Tag eine kleine Kraft-Einheit, am nächsten Cardio, am nächsten Beweglichkeit. Fang mit 5 Minuten an! Das aber täglich. Routinen sind das A und O, nicht nur im Ayurveda.


Du wirst schnell merken, dass Du fitter wirst. Dein Atem tiefer, Dein Geist klarer, Dein Körper beweglicher, stärker und ausdauernder. Ja, auch mit 5 Minuten. Und dann steigere Dich.


Ayurvedische Sport-Morgenroutine


Ideal laut Ayurveda ist eine Einheit von ca. 30 Minuten am Morgen. Ich führe mein Training direkt nach dem Wassertrinken und Toilettengang durch, Du kannst es aber auch an einer anderen Stelle in Deinen Tag einbauen. Hauptsache Du machst es. Über die idealen Zeiten haben wir weiter oben gesprochen.


Meine liebste Reihenfolge ist

  1. Ausdauer

  2. Kraft

  3. Beweglichkeit

An meine Dehn- oder Yogaübungen füge ich dann gleich eine kleine Meditation an. Dann bin ich wach und klar, fit und gleichzeitig entspannt. Duschen und los in einen herrlichen Tag!


Unterstützung


Wenn der Aufbau von Routinen schwierig für Dich ist, unterstütze ich Dich gerne. Es geht um ein Vielfaches leichter, wenn wir Deine Konstitution kennen und mit Ernährung, ätherischen Ölen und anderen Tricks unterstützen.

Interesse? Dann lass uns telefonieren. Kostenlos und unverbindlich. Du kannst Dich hier für ein Kennenlerngespräch anmelden.


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