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Ayurveda in den Wechseljahren


Die Wechseljahre sind keine Krankheit, Ladies. Sie fühlen sich aber für viele Frauen so an. Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Wasseransammlungen, Schlafstörungen und so weiter.

Ayurveda, die Wissenschaft des Lebens, hat schlüssige Erklärungen und wirkungsvolle Abhilfen für eine gesunde und glückliche Übergangszeit.



Wechseljahre? Klimakterium? Menopause?


Die Begriffe Wechseljahre, Klimakterium und Menopause werden gerne wild durcheinander gewürfelt. Daher hier eine kurze Klärung.


Wechseljahre = Klimakterium


Wechseljahre und Klimakterium bezeichnen beide den Zeitraum der Umstellung der weiblichen Hormone, der ungefähr vom 40. bis zum 65. Lebensjahr andauert. Tatsächlich spürbar sind die Wechseljahre von Frau zu Frau sehr unterschiedlich, normalerweise ist die Phase der Wechseljahrsbeschwerden einige Monate bis einige Jahre lang.


Menopause


Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung nennt sich Menopause. Der Zeitraum der Wechseljahre vor der Menopause heißt Prämenopause. Danach beginnt die Perimenopause, die Phase des Übergangs in die Postmenopause, die den Abschluss der Wechseljahre bildet.


Wechseljahre in Zahlen


Die British Menopause Society hat eine spannende Umfrage veröffentlicht. Demnach erleben jeweils ungefähr 20% der befragten Frauen Schlafstörungen, Konzentrations- und Gelenkprobleme. Erschreckende 80 Prozent leiden unter Hitzewallungen, mehr als ein Drittel spürt Auswirkungen auf das Arbeitsleben und die Hälfte der Frauen ein verändertes Sexualleben.


Die Lebensphasen im Ayurveda

Aus ayurvedischer Sicht gelangen wir Frauen mit den Wechseljahren in eine Phase, in der das Vata-Dosha vorherrscht. Ja, nicht nur Jahreszeiten, Tageszeiten, Nahrung, Sinneseindrücke und unsere Umgebung beeinflussen unser inneres Gleichgewicht, sondern auch unser Lebensalter.


Kinder wachsen und gedeihen mit Kapha


Kinder haben noch am meisten Kapha in sich. Ihr ganzes System ist auf Aufbau ausgerichtet: Sie wachsen, sie lernen, sie saugen wörtlich alles auf, was um sie herum vorgeht. Sie sind rund, und weich, haben große Augen und eine helle Haut. Sie sind saftig, knackig und voller Reiz und Schönheit. Dabei ist das Kapha-Dosha, das Prinzip der Struktur, Stabilität und Fruchtbarkeit, ganz stark aktiv.


Pubertät und Erwachsenenalter: Hier regiert Pitta


In der Pubertät beginnt sich das Pitta-Dosha stärker auszuprägen. Viele bekommen Pickel, werden aggressiv und dickköpfig. Aber auch unsere Schaffenskraft steigt, unser Ehrgeiz, unsere Transformationskraft. Passt zu Pitta, dem Prinzip der Transformation.


Wechseljahre ayurvedisch: Übergang von Pitta zu Vata


Von dieser Pitta-Phase aus starten wir dann in den Wechseljahren in die Vata-Phase, das Alter. Unsere Fruchtbarkeit schwindet, unser Körper wird trockener. Es beginnt eine Zeit der tiefen Einsicht und Weisheit, der Spiritualität und Intuition, der Kreativität und Kommunikation.


Aufblühen nach den Wechseljahren


So viele Frauen blühen nach den Wechseljahren noch einmal richtig auf: Sie finden ihre Leidenschaften, ihre Bestimmung, sie besinnen sich auf das, was ihnen wirklich wichtig ist.

Sehr viele Unternehmensgründungen, vor allem von Frauen, finden im besten Alter statt. Laut einer MIT-Studie ist das durchschnittliche Alter für Unternehmensgründungen 42 Jahre, das für die Gründung erfolgreicher Unternehmen sogar noch höher. Erfahrung spielt eine große Rolle, und die Klarsicht und Veränderungsbereitschaft des Vata-Doshas.


Nachteile des erhöhten Vata



Doch das Vata-Dosha und die ayurvedischen Elemente Äther und Luft, die dies ermöglichen, haben auch ihre Schattenseiten: Ängste, Unruhe, Erschöpfungszustände, Depression, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen.



Besonders wenn Du sowieso schon ein Vata-Typ bist oder aufgrund einer stressigen, sehr bewegten Lebensführung viel von dem ayurvedischen Dosha Vata in Dir hast, spürst Du diese Auswirkungen stärker. In diesem Artikel erkläre ich Dir den Unterschied zwischen Grund- und aktueller Konstitution.


Vata-Pitta-Mix


In den Wechseljahren wechseln sich die Pitta- und Vata-Einflüsse in Dir munter ab. Dieses Zusammenspiel führt häufig zu den berühmten Schweißausbrüchen, Hitzewallungen und zu Schlafstörungen. Warum? Weil das von ayurvedischen Element Feuer dominierte Dosha Pitta Dich hitzig macht, körperlich und geistig. Und das sehr bewegte, wechselhafte und unruhige Vata-Dosha sorgt für die sehr plötzlichen Hitze-Schübe, die sich dann gerne auch mit dem Vata-bedingten Frösteln abwechseln.


Die Menstruation als ayurvedischer Reinigungsprozess


Die Regelblutung ist ein wichtiger Reinigungsprozess für den Körper einer Frau. Wenn die Menstruation ausfällt, müssen wir selbst für mehr Entgiftung sorgen, durch eine passende Ernährung, viel Bewegung und frische Luft, tiefe Atmung, heißes Wasser am Morgen.


Ama-Abbau


In diesem Artikel beschreibe ich, wie Du Schlackenstoffe, ayurvedischer Begriff Ama, effektiv abbauen kannst. Das geschieht primär durch die Stärkung Deiner Verdauung, aber es gibt auch andere Tipps. Sie helfen alle, den natürlichen Reinigungsprozess nach der Menopause zu ersetzen.


Stabilisierung schon zu Beginn der Wechseljahre


Die Schriften des Ayurveda empfehlen Frauen spätestens ab dem 40. Lebensjahr bewusst für Stabilisierung zu sorgen, mit Stressvermeidung, einer Pitta- und Vata-ausgleichenden Ernährung, Stärkung des Agni und den oben genannten Reinigungsverfahren. So weit wie möglich vermeiden sollten wir Alkohol, Nikotin, Koffein, Weißzucker und Phosphate in der Nahrung.


Entschlacke Deine To-Do-Liste


Stressvermeidung ist leichter gesagt als getan. Du solltest aber tatsächlich in dieser Phase einen größeren Fokus darauf legen. Ich habe hier einen tollen Trick aus dem wunderbaren Buch "Do Less" von Kate Northrup für Dich. Wenn Du Dir Deine To-Do-Liste für den Tag oder besser noch für die Woche baust, stelle Dir bei jedem Punkt folgende Fragen:

  • Muss das getan werden? Du wirst erstaunt sein, wie viel von Deinen To-Dos eigentlich nicht notwendig sind.

  • Muss das JETZT erledigt werden? Oder ist es ausreichend oder vielleicht sogar noch sinnvoller zu einem späteren Zeitpunkt?

  • Muss ICH das tun? Oder kann ich es an jemanden delegieren, der es vielleicht sogar gerne und/oder besser als ich macht? Frag um Hilfe. Du gibst wahrscheinlich so viel an andere! Es ist jetzt Zeit, Dich unterstützen zu lassen.

Stell Dir diese Fragen wirklich für alles, was Du tust. Du wirst merken, die Erleichterung ist riesig. Und während der bewegten Zeit des Klimakteriums ist das umso wichtiger. Beruhigt Pitta UND Vata!


Digital Detox


Ohne mich da in irgendeiner Form herauszunehmen: Wir stressen uns selbst mit unserer Technik. Laut dieser erschreckenden Studie nutzen Menschen zwischen 18 und 22 Jahren im Schnitt 5 Stunden pro Tag ihr Smartphone. Auch wenn das bei älteren Menschen etwas weniger wird, sind die Ausmaße und die Auswirkungen gravierend. Als Online-Unternehmerin möchte ich nicht auf die Smartphone-Nutzung verzichten. Ich habe aber ein paar Regeln für mich gefunden, die mir sehr helfen, Pitta und Vata mit dem Smartphone nicht zusätzlich zu reizen.


  1. Smartphone-freier Morgen: Ich schalte mein Handy frühestens 2 Stunden nach dem Aufstehen ein. So kann ich in Verbindung mit mir selbst und mit dem Zauber des Morgens in einen erfüllten Tag starten!

  2. Smartphone-freie Mahlzeiten: Technik ist für mich beim Essen tabu! Achtsames Essen ist sowieso eine der besten Möglichkeiten, Deine Verbindung zu Dir und auch Deine Verdauungskraft zu steigern. Und Pitta und Vata zu beruhigen!

  3. Smartphone-freier Abend: Ab spätestens 20.30 ist das Handy auf Flugzeug-Modus! So gehe ich auch früher ins Bett. Keine Ablenkung mehr, eine ruhige Abendroutine.

Besonders jetzt in dieser Umbruchphase der Wechseljahre ist es wichtig, dass Du bei Dir bist. Nicht beim Smartphone. Es passiert so viel in Dir. Sei dabei.


Die passende Ernährung


Da Pitta und Vata in den Wechseljahren häufig beide verstärkt in Dir auftreten, ist eine Ernährung gut, die beide Doshas gleichzeitig ausgleicht. Dies leistet vor allem die ayurvedische Geschmacksrichtung süß. Dazu gehört viel mehr als das, was in unserer Sprache als süß bezeichnet wird. Die ayurvedische Geschmacksrichtung süß bezeichnet alles, was nährend und stärkend ist. Eine ausführliche Beschreibung findest Du in diesem Artikel.


Ayurvedische Geschmacksrichtung süß


Besonders hilfreich sind

  • Gekochte milde Gemüsesorten wie Karotten, Fenchel, Rote Bete, Kürbis, grüne Blattgemüse

  • Ghee und hochwertige Öle

  • Gekochte Getreidesorten wie Reis, Hafer, Dinkel, Amaranth, Quinoa

  • Mungobohnen und rote Linsen

  • Süßes Obst wie reife Äpfel und Birnen, Beerenfrüchte, Bananen, Aprikosen

  • Frische Bio-Milch

  • Mandeln und Mandelmilch

  • Milde Kräuter und Gewürze wie im nächsten Absatz beschrieben


Mild und warm


Weiterhin ist es wichtig, dass Du mild würzt und warm, aber nicht zu heiß isst und trinkst. Kälte reizt das Vata-Dosha, und Hitze tut dem Pitta-Dosha nicht gut. Ein paar einfache Richtlinien:

  1. Bitte nimm Deine Speisen und Getränke nie direkt aus dem Kühlschrank, sondern lasse sie sich immer mindestens auf Zimmertemperatur aufwärmen.

  2. Verzichte weitgehend auf Rohkost. Sie verstärkt das Vata-Dosha. Wenn Du Rohkost möchtest, iss sie mittags, da ist Dein Verdauungsfeuer Agni am stärksten und kann die Rohkost am besten verdauen.

  3. Würze nicht zu scharf, um Pitta nicht zu reizen. Gute Gewürze für Pitta und Vata sind Kurkuma, Kreuzkümmel, Kardamom, Koriander, Fenchel, Estragon, Minze, Safran und Vanille.

  4. Verwende möglichst viele Wildkräuter, die in Deiner Umgebung wachsen.

  5. Lass Dir Zeit beim Essen. Iss achtsam und liebevoll. Genieße die Geschenke der Natur!


Wechseljahrsbeschwerden


Insbesondere während der Wechseljahre wird das Dosha-Gleichgewicht vieler Frauen durcheinander geschüttelt, und die beiden Bioenergien Pitta und Vata können viele Wechseljahrsbeschwerden verursachen.


Meine Tipps ersetzen keinen Arztbesuch. Sie helfen Dir auf ganzheitlicher Ebene vor allem bei der Prävention. Suche bei stärkeren Beschwerden immer einen Mediziner auf und lass Dich individuell beraten!


Hitzewallungen


Sehr häufig klagen Frauen in den Wechseljahren über Hitzewallungen. Diese entstehen aus ayurvedischer Sicht durch ein stärker werdendes Vata, das aufgestautes Pitta-Feuer nach außen treibt. Neben der oben genannten Vata-Pitta-reduzierenden Ernährung sind Aloe-Vera-Saft und Granatapfel besonders hilfreich. Die enthaltenen Bitterstoffe kühlen uns und gleichen uns aus. Auch Kräutertees können helfen, insbesondere

  • Salbei

  • Frauenmantel

  • Zinnkraut

zu gleichen Teilen gemischt.


Wasseransammlungen


Wasseransammlungen im Körper entstehen temporär, wenn Deine Hormone durcheinander geraten. Sie sind in der Regel nicht bedenklich, können aber störend sein, vor allem im Sommer.

Sehr hilfreich ist hier das Gerstenwasser. Dafür kochst Du 1 Tasse Gerste 1 Stunde lang mit 2 Liter Wasser. Dann seihst Du die Gerste ab und trinkst das Wasser in der ersten Tageshälfte. Das schwemmt die Wasseransammlungen und außerdem viele Giftstoffe aus.




Gewichtszunahme


Da sich mit dem Übergang von Pitta zu Vata der weibliche Stoffwechsel umstellt und wir deutlich weniger „verbrennen“, nehmen viele Frauen in den Wechseljahren an Gewicht zu. Sport und Bewegung werden jetzt noch wichtiger. Unser Verdauungsfeuer Agni muss nun gestärkt werden, alle Tipps und Tricks dazu in diesem Artikel.


Trinke morgens unbedingt warmes Wasser oder, wenn es Dich nicht zu sehr erhitzt und Du Pitta-Symptome entwickelst, noch besser Ingwerwasser. Am Nachmittag solltest Du auf Ingwerwasser verzichten, da es anregend wirkt und dem Einschlafen im Weg stehen kann.


Stimmungsschwankungen


Stimmungsschankungen deuten aus ayurvedischer Sicht hauptsächlich auf ein erhöhtes Pitta-Dosha hin, das mit der Wechselhaftigkeit des aufkommenden Vata-Dosha einhergeht. Pitta-ausgleichende, kühlende Nahrung sind jetzt besonders wichtig. Grüne Gemüse, bittere Lebensmittel, süße und kühlende Substanzen wie Kokosmilch und Mandeln sind super.


Unterstützung


Als Ayurveda Empowerment Coach bin ich darauf spezialisiert, Dich in Deiner Umbruchsphase zu stärken. Es geht nicht darum, Dich in irgendeiner Art und Weise zu optimieren. Viel mehr geht es darum, dass Du gerade jetzt immer mehr Du selbst wirst.


Es ist kein Zufall, dass Du so geboren wurdest, wie Du bist. Es gibt einen Plan für Dich. Du bist ein Geschenk für die Welt, und wenn Du in Dein individuelles Gleichgewicht kommst und Dein wirkliches Wesen lebst, geht es nicht nur Dir viel besser, sondern allen um Dich herum.

Falls Du magst, meld Dich bei mir. Wir telefonieren mal. Kostenlos und unverbindlich. Du kannst Dich hier für ein Kennenlerngespräch anmelden.

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