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Ayurvedisch kochen mit ätherischen Ölen


Kochen mit ätherischen Ölen? Ja. Genial, was Geschmack und Wirkung angeht. Und besonders toll mit Ayurveda zu kombinieren, da wir hier auf die ayurvedischen Konstitutionen, die Jahreszeiten und die Tageszeiten eingehen können. Ein Gastartikel von Yoga- und Kochlehrerin Astrid Schoepplenberg.


Reine ätherische Öle - ein „Muss“ für meine Ayurveda-Aroma-Küche


Ätherische Öle haben mich schon immer fasziniert, und als ich auf die wunderbaren Öle meines favorisierten Herstellers dōTERRA traf, war meine Idee diese Öle auch zum Kochen zu verwenden sofort geboren.


Was passt denn besser zur modernen ayurvedischen Küche, die von Gewürzen, Kräutern, Aromen lebt als die wunderbaren, reinen ätherischen Essenzen unserer Pflanzenwelt?

Für mich persönlich ist es das I-Tüpfelchen beim Kochen.

Reine ätherische Öle können wirken nicht nur über die Nase und die Haut, sie wirken auch innerlich. Jedoch sollte man ein paar Dinge beachten, wenn man ätherische Öle zum Verfeinern von Speisen verwendet.


1. Die Öle sollten wirklich rein sein, das heißt lösungsmittelfrei.


Es gibt verschiedene Methoden der Gewinnung von ätherischen Ölen. Zum Kochen eignen sich nur Öle, die über die Wasserdampf Destillation oder über die Expression, das mechanische Auspressen der Früchte bzw. deren Schalen gewonnen werden.


2. Es sollte genau nachvollziehbar sein wo die Öle angebaut werden, wie sie dort gepflegt und geerntet werden.


Zur Gewinnung von nur ein paar Tropfen ätherischen Öls werden große Mengen an Pflanzenmaterial benötigt. Für ätherische Öle gibt es keinen anerkannten Reinheitsstandard, d.h. wenn ein Öl nicht rein, riskiert man sich Bakterien, Schwermetallen oder verfälschtem Material auszusetzen. Dies kann zu Reizungen, gegenteiliger Wirkung oder sogar Krankheit führen.


Der Hersteller meiner Öle hat deshalb ein eigenes Testverfahren geschaffen das Certified Pure Therapeutic Grade® , dass die therapeutische Qualität der Öle garantiert.


Dieses Verfahren stellt sicher, dass keine Füllstoffe, synthetische Stoffe oder gefährliche Verunreinigungen in den ätherischen Ölen vorhanden sind und für mich heißt das im Umkehrschluss, dass ich sie auch zum Kochen bzw. Verfeinern der Gerichte und entsprechend auch innerlich einnehmen kann.


3. Um die therapeutische Wirkung eines ätherischen Öls zu erhalten, sollten man es nicht über 40°C erhitzen.


Wie bei gutem Honig, verliert das ätherische Öl die therapeutische Wirkung wenn man es über 40°C erhitzt. Außerdem sind ätherische Öle nicht wasserlöslich, d.h. sie brauchen Trägerstoffe, geeignet sind dafür alle Arten von Fett.


Reine ätherische Öle sind sehr intensiv, beispielsweise ist 1 Tropfen Pfefferminzöl so intensiv wie 28 Tassen frischer Pfefferminztee oder für einen einzigen Tropfen Rosenöl braucht man 30 Rosenblätter einer Rose aus einem Bioanbau.

Das heißt beim Kochen: weniger ist mehr. Vorsichtig vorgehen, z.B. den äußeren Rand des Holzkochlöffels nur ein wenig mit dem ätherischen Öl benetzen und dann in das Gericht eintauchen und verrühren oder das ätherische Öl in Verbindung mit dem Trägeröl in ein kleines Gefäß geben und dann einen hölzernen Zahnstocher eintauchen und mit diesem in das Gericht piksen.


Das Mischungsverhältnis eines ätherischen Öl mit einem Trägeröl ist 1 Tropfen ätherisches Öl auf 10 ml Trägeröl.


4. Ein therapeutisch reines ätherisches Öl unterliegt der Ernte!


Daher sind bei einem guten Hersteller nicht immer alle ätherische Öle lieferbar. Außerdem sollte immer das Herkunftsland angegeben werden.


Natürlich koche ich auch nach wie vor mit frischen Kräutern und hochwertigen Gewürzen. Für mich sind die Öle sozusagen ein Unterstreichen des Aromas, denn gerade im Winter sind die frischen Kräuter nicht ganz so geschmacksintensiv wie im Sommer.


Astrids Lieblingsöle


Hier nun ein paar ausgewählte Öle und ihre Wirkungen.


Grapefruit


Ätherisches Grapefruit-Öl wirkt anregend und harmonisierend. Die Grapefruitschale hat im Ayurveda süße, scharfe und bittere Eigenschaften. Sie wirkt Kapha und Vata senkend.


Basilikum


Basilikumöl entspannt, muntert auf und fördert die Bekömmlichkeit. Im Ayurveda hat Rosmarin eine scharfe und bittere Geschmacksrichtung und wirkt erhitzend. Es wirkt Vata und Kapha senkend.


Salbei


Ätherisches Salbeiöl beruhigt und macht das Essen leichter verdaulich. Im Ayurveda wirkt Salbei leicht erhitzend, Kapha und Vata reduzierend. Salbeiöl hat die ayurvedischen Geschmacksrichtung bitter und zusammenziehend.


Ingwer


Der Klassiker des Ayurveda wirkt appetitanregend und fördert die Bekömmlichkeit. Ingwer enthält fünf der sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen und gleicht alle drei Doshas aus.


Rosmarin


Lecker, appetit- und kreislaufanregend. Im Ayurveda schreibt man dem Rosmarin die scharfe und bittere Geschmacksrichtung zu. Das Öl wirkt erhitzend, Pitta aufgepasst! Es wirkt Vata und Kapha senkend.


Rezept


Hier noch ein Rezept für ein tolles Zitrus-Würzöl:

  • 3 Tropfen Zitronenöl

  • 3 Tropfen Kumquatöl

  • 50 ml Mandelöl

Astrid Schoepplenberg ist Mutter von 2 Söhnen. Sie hat fast 20 Jahre hat als Kostümbildnerin beim Film und Fernsehen gearbeitet, sich aber vor einigen Jahren entschieden diesem zwar schönen, aber doch sehr unruhigen Leben den Rücken zu kehren.

Seit 2013 ist sie nach der AYA zertifizierte Kinder- und Teens sowie Vinyasa Yogalehrerin, hat etliche Weiterbildungen für Restorative Yoga, Ayurveda &Yoga ,Yin Yoga, Medical Yoga und YOGAundKREBS gemacht.

Astrid unterrichtet regelmäßig in verschiedenen Yogastudios, hat 5 Jahre lang mit dem Ayurveda Kochs und Autors Volker Mehl zusammengerbeitet, Ausbildungsreferentin der 100h Ayurveda Ernährung-und Kochcoach Ausbildung, sowie der 200h/300h Yogalehrerausbildung vom Satyaloka Yogastudio , dem Urban Yogastudio und Yoga in Leer mit dem Thema „Ayurveda & Yoga“, ist Studioleitung für die Satyaloka Yogastudios, organisiert Yoga-Retreats, schreibt Blogposts für verschieden Blogs und macht noch vieles mehr.

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