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Ayurvedischer Typ und Dosha-Ausgleich

Wenn ich ein Vata-Pitta-Typ bin, gleiche ich dann Vata aus? Oder Pitta? Oder Kapha? Und was heißt ein Dosha ausgleichen eigentlich? Heute bringen wir Licht in den Dosha-Dschungel! Und Du erfährst, warum Online-Dosha-Tests echt keine gute Idee sind.


Erst einmal lernen wir zu unterscheiden in Grundkonstitution (Prakriti) und aktuelle Konstitution (Vikriti).


Prakriti: Grundkonstitution


Deine Grundkonstitution ist das ayurvedische Pendant zu Deinem genetischen Code. Die Konstitution Deiner Eltern, die Jahreszeit, die Tageszeit und andere Faktoren zum Zeitpunkt Deiner Zeugung bestimmen, welche Doshas in Dir in welchen Relationen angelegt sind. „Vata-Pitta-Typ“ oder ähnliche Formulierungen sind dabei eine Vereinfachung. In jedem von uns gibt es Anteile von jedem Dosha, aber eben individuell unterschiedlich. Beispielsweise könntest Du 60% Vata, 30% Kapha und 10% Pitta sein.


„Every individual ist a unique living book“,

schreibt Dr. Vasant Lad in seinem wunderschönen Buch Ayurveda.

Jede und jeder von uns ist einzigartig. Ein Geschenk. Es gibt so viel in uns zu entdecken und der Welt zu schenken. Es geht nicht darum, der Norm zu genügen, sondern darum, DU zu sein.


Ist das nicht schön?



Dein optimaler ayurvedischer Zustand


Du kommst also mit dieser einzigartigen Dosha-Kombination auf die Welt. Sie ist Dein optimaler Zustand, die körperliche und mental-emotionale Verfassung, in der Du Dein volles Potential entfaltest. In der es Dir gut geht, in der Du die Welt mit Deinem einzigartigen Strahlen begeisterst. Schau Dir mal so ein Baby an. Sogar Männer werden da schwach!


Deine aktuelle ayurvedische Konstitution

Noch eine Konstitution? Ja. Es ist so: Alles um Dich herum,

  • Die Jahreszeit

  • Das Klima

  • Die Tageszeit

  • Dein Schlaf

  • Dein Essen

  • Deine Bewegung

  • Die Menschen um Dich

  • Gedanken, Gefühle

All das ist ebenfalls von den ayurvedischen Doshas geprägt! Wir Menschen sind ein Mikrokosmos, der im ständigen Austausch mit dem Makrokosmos, dem Universum steht! Und die Einflüsse in Deiner Umgebung verändern Deine Dosha-Balance. Das ist normal, und das ist nicht schlimm. Solange wir in einer dynamischen Balance um unsere optimale Konstitution, unser Prakriti leben, geht es uns super.


Dynamische Balance


Unser Körper gleicht kleine Schwankungen der Doshas auch stressfrei von selbst aus. Perfekte Harmonie langweilt unseren Organismus sogar. Du kannst das mit einem Surfer auf den Wellen vergleichen. Es kommen immer wieder „Störungen“, aber er hält die Balance. Und gerade diese Störungen halten ihn auch fit und aktiv!


Ayurvedische Ungleichgewichte


Wann kommt es dann zu einem Ungleichgewicht? Dazu kommt es, wenn bestimmte Doshas immer wieder gereizt werden. Deswegen betont Ayurveda auch immer die Wichtigkeit von Routinen. Nicht das, was Du einmal machst, macht Dich krank oder gesund. Sondern das, was Du wiederholt tust. Deine Routinen. Dein Lifestyle.


Dosha: das, was Probleme verursacht


Dosha heißt übersetzt soviel wie „das, was Probleme verursachen kann“. Probleme gibt es, wenn zu viel von einem Dosha Vata, Pitta oder Kapha da ist. 

Lass uns mal ein Bild malen, um den ayurvedischen Krankheitsprozess besser zu verstehen. Stell Dir vor, ein Dosha ist eine Flüssigkeit und hat eine Art „Abfluss“, wie in einem Spülbecken. Wenn da eine bestimmte Menge an Flüssigkeit, sagen wir mal Wasser, reinkommt, läuft die stressfrei ab.


Zu viel ist zu viel


Wenn dann mehr Wasser reinkommt, packt das der Abfluss aber nicht mehr, und das Becken läuft über. Dann verteilt sich das Wasser in Deiner Wohnung und die Doshas im Körper. Und dort verursachen sie Probleme. Anfangs sind das Probleme, die typisch für das spezifische Dosha sind. Wenn man die rechtzeitig erkennt, kann man noch sehr gut reagieren. Also den Wasserhahn abdrehen und die Wohnung aufwischen.


Aufmerksamkeit ist alles


Wenn man nicht reagiert, verlagern sich die Probleme. Dann wird der Wohnzimmerteppich nass. Und das ist dann schon komplizierter. Dann entwickeln sich wirkliche Krankheitssymptome, die auch vom Schulmediziner als solche diagnostiziert werden.


Ayurveda: Vorbeugung als Schlüssel


Das Tolle am Ayurveda ist, dass wir Ungleichgewichte erkennen können, noch bevor Symptome entstehen.


Und durch kluges Vorbeugen und sanftes Gegenwirken mit ganz einfachen Tricks das ayurvedische Ungleichgewicht, das Vikriti, wieder zurückfahren zu Deinem optimalen Zustand, dem Prakriti.



Die Bedeutung der ayurvedischen Grundkonstitution


Die Formulierung „Vata-Typ“ bezieht sich in der Regel auf Dein Prakriti, also Deinen Grundzustand. Vata-Typen sollten darauf achten, Vata-ausgleichend zu essen und zu leben, weil bei ihnen das Vata-Dosha schneller aus der Bahn läuft als bei anderen. Wenn wir bei dem Beispiel mit dem Abfluss bleiben: Bei Vata-Typen ist das Vata-Spülbecken kleiner und kann daher schneller überlaufen als bei Pitta-Typen.


Wenn Du im Gleichgewicht bist oder Deine dominanten Doshas erhöht sind, solltest Du also darauf achten, diese auszugleichen.


Vikriti vor Prakriti!


Allerdings gilt: Vikriti vor Prakriti! Also Deine aktuelle Konstitution (Vikriti), „das, was Probleme verursachen kann“, muss zuerst angegangen werden. Wenn Du beispielsweise eine Pitta-Grundkonstitution hast und Vata aktuell erhöht ist, dann solltest Du Vata ausgleichen!


Wenn Du in diesem Beispiel also ein „Rezept für Vata-Typen“ hast, ist das in diesem Moment gut und richtig für Dich, auch wenn Du eigentlich von Deiner Grundkonstitution her ein Pitta-Typ bist.


Das Problem von Online-Typen-Tests


Kompliziert? Eigentlich nur, weil die Typbestimmung in so vielen online-Tests durchs Web geistert und alle verwirrt. Dabei wird nämlich in der Regel der Unterschied zwischen Prakriti und Vikriti nicht erklärt. Das führt dazu, dass wir dann aktuelle Symptome mit der Grundkonstitution vermischen und das Testergebnis „ayurvedischer Typ ABC“ einfach falsch ist.


Bedeutet konkret:


Orientiere Dich an dem, was Du JETZT gerade spürst. Vata-Symptome? Dann gleichst Du Vata aus. Egal, was Deine Grundkonstitution ist. Wenn Du dann merkst, dass die Vata-Symptome zurückgehen und Du wieder in eine andere Richtung tendierst, dann geh darauf ein.


Ayurveda & Achtsamkeit


Das erfordert Achtsamkeit. Es ist bequemer, sich einmal als Kapha zu typisieren und dann im Kochbuch immer die Kapha-Rezepte rauszusuchen. Es bringt Dich aber in der Regel nicht weiter. Schau auf das, was gerade in Dir vorherrscht.


Saisonales Ayurveda


Eine gute Orientierung gibt da die Natur. Die ayurvedischen Jahreszeiten und das Klima haben einen sehr großen Einfluss auf unsere Doshas.


Im Winter haben wir alle mehr Vata als sonst, im Frühling mehr Kapha, im Sommer mehr Pitta. Das heißt, wenn wir saisonal essen und leben, haben wir schon viel gewonnen.


Ayurveda legt großen Wert auf ein Leben im Einklang mit den Rhythmen der Natur. Wenn auch Du das tust, wird es Dir bald besser gehen.


Doshas kennen lernen


Willst Du Deine Doshas kennen lernen und lernen, wie Du sie ausgleichst? Und zwar unkompliziert? Ich schon.

Als integraler Life- und Business-Coach stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Ich will gesund, schön, glücklich und leistungsfähig sein. Ohne stundenlange Rituale, ohne kompliziert.

Und das bin ich. Mit Ayurveda.


Willst Du auch? Dann check meinen Selbstlernkurs Ayurveda To Go. Alles, was Du brauchst, um Ayurveda wirklich zu verstehen und für Dich umzusetzen.

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Ich freu mich auf Dich!


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