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Die 3 besten Gewürze gegen Blähungen [Ayurveda]

„Bist Du schwanger?“ Den Spruch habe ich viel zu oft gehört. Geht es Dir auch so? Wünscht Du Dir einen schönen flachen Bauch? Dann lies weiter. Ich stelle Dir 3 Gewürze vor, die lecker schmecken und mit denen Du einen Blähbauch loswerden und verhindern kannst!


Luft und Bewegung


Ein Blähbauch entsteht aus Sicht des Ayurveda hauptsächlich durch ein erhöhtes Vata-Dosha. Vata ist das Prinzip der Bewegung und besteht aus den vedischen Elementen Luft und Raum. Schon rein bildlich ist das sehr eingängig: Du hast zu viel Bewegung im Darm, zu viel Luft, und Dein Bauch nimmt mehr Raum ein als normalerweise.



Was stört das Vata-Dosha?


Gleiches verstärkt Gleiches, sagt man im Ayurveda. Das Vata-Dosha ist hat die Eigenschaften leicht, trocken, kalt, rau, beweglich und fein. Verstärkt wird es daher durch Aktivitäten, die diese Eigenschaften besitzen. Häufig sind das

  • Stress und Aufregung

  • Hektik und Ruhelosigkeit

  • zu viel Wechsel und Unregelmäßigkeit

  • zu viel Reisen

  • Schlafmangel

  • starke Anstrengung

  • Wind und Kälte

  • blähende Lebensmittel

Die Lebensmittel, die als blähend genannt werden, sind aus schulmedizinischer und ayurvedischer Sicht erstaunlich ähnlich. Sie besitzen und verstärken wieder die Eigenschaften des Vata-Dosha. Die wichtigsten sind

  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Erbsen, Soja

  • Kohlsorten wie Grünkohl, Brokkoli, Wirsing

  • Koffein - sorry, Kaffeeliebhaber!

  • Hefe

  • kohlensäurehaltige Getränke

  • kalte Getränke

  • zu scharfe Gewürze wie Chili


Hilfe gegen Blähungen


Die folgenden drei Gewürze helfen - wirklich! Ich kenne das Problem Blähbauch nur zu gut, und ich war skeptisch, ob da ein paar Kräuter im Essen wirklich den Unterschied machen können. Bei mir funktioniert es super! Fang an zu experimentieren und beobachte, was passiert!


1. Kreuzkümmel


Du kennst den Geschmack von Kreuzkümmel wahrscheinlich aus der türkischen, griechischen, indischen und mexikanischen Küche. Falafel (hier ein tolles Rezept-Video), Fladenbrot und Chili con Carne sind fast immer mit Kreuzkümmel gewürzt. Hier erkennst Du gut, wie sinnvoll solche scheinbar zufälligen Traditionen oft sind, wenn man genauer hinschaut:

Die Kichererbsen in den Falafel, die Bohnen im Chili con Carne und die Hefe im Fladenbrot könnten sonst Blähungen verursachen. Dank Kreuzkümmel sind die Gerichte besser verträglich.


Kreuzkümmel ist mit dem hiesigen Kümmel verwandt, schmeckt aber ganz anders und, wie ich finde, viel leckerer. Als ich angefangen habe, damit zu kochen, meinte mein Mann „Es riecht nach Urlaub!“. So schmeckt es auch. Du kannst das Gewürz zu Gemüsegerichten geben, in die Marinade für Gebratenes oder Gegrilltes oder auch in Reis und über Kartoffeln.


Mein Rezept für ein leckeres gedünstetes Gemüse


  1. Ich zerstoße je einen halben Teelöffel Kreuzkümmel und Koriander grob im Mörser. Du kannst auch bereits gemahlenen Koriander nehmen, besser ist er aber als ganzer Samen!

  2. Ich erhitze Ghee oder Kokosfett in einem Topf und lasse die Gewürze darin anrösten.

  3. Sobald es anfängt zu duften, gebe ich eine kleingeschnittene Lauchzwiebel und etwas geriebenen frischen Ingwer hinzu.

  4. Eine halbe Minute mit anbraten, dann kommt das Gemüse, hier im Bild Möhren, Zucchini, Erbsen und Staudensellerie, aber das kannst Du nach Belieben variieren.

  5. Das Ganze gieße ich mit ein bisschen Kokosmilch, Bio-Sahne oder Sojasahne auf, nur so viel, dass der Boden bedeckt ist.

  6. Deckel drauf, auf kleiner Flamme dünsten lassen, bis das Gemüse die erwünschte Konsistenz hat.

  7. Am Schluss salze ich und garniere das Gemüsegericht mit Sesam und frischen Kräutern.

Die klassische ayurvedische Küche röstet Gewürze fast immer in Ghee oder Kokosfett an. Das ist der erste Schritt beim Kochen, danach kommen die anderen Zutaten hinzu. So verteilt sich der Geschmack wunderbar im Essen, und die gesundheitliche Wirkung wird dadurch gefördert.


Und das lohnt sich: Du bekämpfst mit Kreuzkümmel nicht nur Blähungen, sondern auch Bauchkrämpfe, Verstopfung und Husten. Er wirkt außerdem antioxidativ und beugt Diabetes vor!



2. Ingwer


Ingwer und Kurkuma sind die „Superstars des Ayurveda“! Bei Blähungen empfehle ich hauptsächlich Ingwer. Die Knollen wirken besonders gut bei Vata-Störungen, und wiederum besonders gut bei Störungen des Verdauungssystems. Die Wirkung hat zwei Aspekte:


Stärkung des Agni


Agni, unser inneres Verdauungsfeuer, ist eins der wichtigsten Konzepte im Ayurveda. Agni ist verantwortlich für die Transformation der Nährstoffe in Energie und gesundes Körpergewebe. Blähungen sind oft auch Folge eines gestörten Agni. Wenn das innere Verdauungsfeuer zu schwach, zu stark oder zu unregelmäßig „brennt“, bilden sich Gase, und Du bekommst einen Blähbauch.


Ingwer stärkt dieses Verdauungsfeuer auf sanfte Art und Weise. Anders als andere scharfe Gewürze wie Pfeffer oder Bockshornklee, die ebenfalls Agni unterstützen, ist Ingwer daher für alle Doshas verträglich. Kapha verträgt scharfe Gewürze am besten, Vata etwas weniger, und für Pitta ist die Geschmacksrichtung scharf nur in kleinen Mengen erlaubt. Ingwer ist aber sogar für Pitta-Typen gut, solange er nicht im Übermaß konsumiert wird.


Ausgleich von Vata


Als eines der besten Vata-Heilmittel hilft Ingwer nicht nur bei Blähungen, sondern auch bei Bauchschmerzen, Krämpfen und Verstopfung. Du wirst merken, wenn Du Ingwer regelmäßig konsumierst, wird Deine Verdauung insgesamt regelmäßiger und unproblematischer.


Ingwerwasser


Der Klassiker ist das Ingwerwasser, was Du Dir am besten direkt morgens zubereitest. Ingwer hat eine anregende Wirkung, er kann Kaffee wunderbar ersetzen, und das ohne Koffein! Am Nachmittag ist Ingwerwasser aber nicht empfehlenswert, vor allem nicht für Menschen mit Pitta-Überschuss – es würde deren Feuer zu sehr anheizen!


Du nimmst eine frische Ingwerknolle, schneidest ein etwa daumenbreites Stück ab, schälst es und schneidest es in Scheiben. Dann gießt Du es entweder mit ungefähr einem Liter kochendem Wasser auf, oder Du erhitzt es zusammen mit Wasser in einem Topf. Dauert länger, verstärkt aber die Wirkung. Du lässt den Ingwer einfach im Topf oder in der Kanne, und wenn Du magst, kannst Du ihn im Laufe des Vormittags noch ein- bis zweimal mit frischem Wasser aufgießen.


Falls Du das Ingwerwasser süßen möchtest, nimm dafür am besten

  • Honig, falls Du ein Kapha-Typ bist. Honig ist das einzige für Kapha geeignete Süßungsmittel!

  • Sharkara oder Rohrohrzucker für Vata- und Pitta-Typen.



Ayurvedisches „Antipasto“


Noch wirkungsvoller, aber durchaus gewöhnungsbedürftig ist folgendes Rezept: Du schneidest Dir eine Scheibe frischen Ingwer von Deiner Knolle, schälst sie und bestreust sie mit Steinsalz. Das isst Du vor Deiner eigentlichen Mahlzeit. Besonders die Power Deines Verdauungsfeuers Agni wird dadurch gestärkt.


Ingwer im Hauptgericht


Du kannst Ingwer auch zum Kochen verwenden. Dazu reibe ich frischen Ingwer und brate ihn wie oben beim Kreuzkümmel beschrieben mit Ghee oder Kokosöl an. Schmeckt sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten super lecker und macht jede Mahlzeit besser verträglich! Blähbauch adé ☺


Es gibt auch Ingwerpulver zu kaufen, mir schmeckt das aber weniger gut, und für mich als Pitta-Typ ist es auch schon fast zu scharf. Ich empfehle jedem die frische Variante, auch wenn es etwas länger dauert.


3. Koriander



Hier dürfen Pitta-Typen so richtig zuschlagen! Koriander ist eins der besten Gewürze für Pitta, und auch die anderen Doshas profitieren davon. Koriander ist bei weitem mein Lieblingsgewürz. Ich liebe sowohl die getrockneten Samen als auch (fast noch mehr) die frischen Blätter.


Die drei Geschmacksrichtungen von Koriander sind scharf, bitter und süß, wobei die Schärfe sehr mild ist. Koriander spaltet die Geschmäcker: Entweder man liebt es oder man hasst es.


Koriander wirkt bei mir Wunder gegen Blähungen und Reizdarm. Gerade wenn ich gestresst oder überhitzt bin, körperlich oder mental, ist das Kraut/Gewürz herrlich kühlend und ausgleichend. Neben einem Blähbauch kannst Du damit sehr effektiv Blasenentzündungen heilen. Achtung, Koriander wirkt mild wassertreibend! Damit aber auch entgiftend und entschlackend.


Meine besten Tipps und Rezepte mit Koriander:


Koriander als Basisgewürz


Wie oben beschrieben, kannst Du Koriander zusammen mit anderen Gewürzen im Mörser grob zerstoßen und mit Ghee anbraten. Dies gibt Dir eine leckere und super gesunde Grundlage für Gemüse- oder Linsengerichte, Gewürzreis (hier ein Rezept) oder auch gebratenes Fleisch oder Tofu.



Koriander gegen Sodbrennen


Wenn ich Sodbrennen habe, kaue ich ein paar Koriandersamen. Schmeckt nicht mega lecker, aber hilft wirklich. Sodbrennen ist ein klassisches Pitta-Symptom von zu viel Säure im Körper.


Verdauungstee


Wenn Deine Verdauung mal richtig durcheinander ist, Du Blähungen oder gar Krämpfe hast, mach Dir einen Verdauungstee. Dafür einfach Koriandersamen, Kreuzkümmel und Fenchelsamen zu gleichen Teilen mischen, mit kochendem Wasser aufgießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Schmeckt ähnlich wie reiner Fencheltee, wirkt aber noch besser.


Bonus-Tipp: Entspannung



Blähungen entstehen oft auch dann, wenn wir gestresst kochen oder essen.

Genau, Stress -> Vata -> Blähbauch :-)


Daher entspanne ich mich vor dem Essen gerne. Du kannst eine kurze Meditation oder ein beruhigendes Pranayama praktizieren, es reichen aber auch ein paar wirklich tiefe Atemzügen mit Betonung auf der Ausatmung.


Beim Essen selbst achte darauf, gute Gedanken und Gespräche zu pflegen. Das ist nicht immer einfach, aber es ist die Bewusstheit wert.


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