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Gesund und fit im Herbst: 7 Tipps aus dem Ayurveda


So langsam spüren wir es alle: Der Herbst kündigt sich an! Und das mit allen Risiken und Nebenwirkungen: Trockene Haut, Schnupfen, Schlappheit, Nervosität, Verdauungsstörungen.


Ich erkläre Dir, woher das kommt und was Du tun kannst, um einen tollen Herbst und einen gesunden Start in den Winter zu genießen!


Die Wirkung der Natur


Wir legen hier oft viel Wert auf eine individuelle Typbestimmung: Welches Dosha ist in mir dominant? Welches Prakriti, welches Vikriti? Was sollte ich essen, um mein Ungleichgewicht zu kompensieren? Das ist wichtig, keine Frage.


Wir können es uns jedoch an vielen Stellen einfacher machen, indem wir in die Natur schauen. Die Jahreszeiten und die Veränderungen unserer Umgebung haben einen großen Einfluss auf unsere innere Balance. Unser Vikriti verändert sich mit der Natur.


Der Jahreskreis im Ayurveda


Welche Doshas in welchen Jahreszeiten dominant sind, zeigt meine Infografik. Wir kommen aus der Pitta-dominierten Sommerzeit nun in die Vata-Jahreszeit. Die Hitze legt sich und weicht, meist schneller als wir es erwarten, einer Kühle, die gefühlt bis in unsere Knochen kriecht. Vata, das Prinzip der Bewegung, kündigt sich mit Wind und Trockenheit an. Das Element Luft mit seinen leichten, trockenen, rauen, kühlen und wechselhaften Eigenschaften wird klar spürbar.


Die Wirkung von Vata auf unseren Körper


Ich spüre diese Veränderung zuerst an meiner Haut. Hände und Füße werden trocken und rau, meine Haut braucht mehr Pflege, meine Augen sind trocken und empfindlich.


Als nächstes merke ich oft, dass meine Nase trocken wird. Viele Menschen bekommen trockenen Schnupfen.


Die Hitze des Sommers, die noch in unserem Körper gespeichert ist, irritiert zusammen mit der Trockenheit des Herbstes unsere Nebenhöhlen und Stirnhöhlen. Bei vielen Menschen macht sich das in Form von Nebenhöhlenentzündungen und Kopfschmerzen bemerkbar.


Vata und unser Verdauungssystem


Die Beweglichkeit und Luftigkeit des Vata-Dosha verursacht oft unregelmäßige, schlecht funktionierende Verdauung, Blähungen und Verstopfung. Unser Verdauungsfeuer Agni, das schon im Sommer eher schwächer ist, wird während des Wechsels der Jahreszeiten hin zum Herbst oft noch instabiler.


Bewegung und Gelenke


Wahrscheinlich hast Du jetzt im Herbst wieder mehr Lust Dich zu bewegen. Nutze das! Allerdings wie immer im richtigen Maß: Ein Zuviel an Bewegung verstärkt wieder das Vata in Dir.


Vielleicht hast Du zu dieser Jahreszeit auch mehr Gelenksbeschwerden? Die Trockenheit des Vata-Dosha wirkt sich auf unsere Knochen und Gelenke eher negativ aus. Rheumatische Erkrankungen, Arthrose und Schmerzen in Knochen, Gelenken und auch Muskeln häufen sich jetzt.


Die Wirkung von Vata auf unseren Geist


Vata ist das wichtigste "Stress-Dosha". Die Wechselhaftigkeit, Kühle und Rauheit dieser Bioenergie macht viele Menschen, besonders Frauen, nervös, hektisch und fahrig. Wir fühlen uns viel schneller überfordert und ängstlich, viele leiden unter kreisenden Gedanken.


Auch Schlafstörungen werden jetzt wieder häufiger, besonders eben Vata-bedingte Schlafstörungen, die von Grübeln und Aufwachen in der Nacht gekennzeichnet sind.


Kannst Du Dich schwerer konzentrieren und bei einer Sache bleiben? Routine-Aufgaben nerven jetzt besonders? Yep, auch das sind klare Zeichen von Vata.


Meine Tipps zum idealen Zeitpunkt


Die ayurvedische Lehre über die Jahreszeiten nennt sich Ritucharya. Genauso wichtig ist die Lehre über die ideale Tagesplanung, Dinacharya. Bestimmte Handlungen wirken einfach morgens besser als abends und umgekehrt. Daher gebe ich Dir meine Tipps für einen gesunden und stressfreien Herbst in der Abfolge des Tages.


Schnupfen und trockener Nase vorbeugen


Der Klassiker im Ayurveda: Sesamöl. Besonders bei erhöhtem Vata wird das Öl ausgiebig für Massagen verwendet. Genial ist es auch für die Nase! Ich empfehle Dir morgens während Deiner Gesichtsreinigung folgendes Ritual:


Du reinigst Deine Nase, indem Du sie mit ein bisschen warmem Wasser ausspülst und dann jeweils ein Nasenloch zuhältst und das andere "ausschnupfst".


Dann gibst Du eine kleine Menge Sesamöl in Deinen Handteller und kleidest Deine Nasenlöcher mit dem Finger mit ein paar Tropfen Sesamöl aus. Gibt Feuchtigkeit und Schutz!


Dein Nervensystem beruhigen und stärken


All meine Tipps in diesem Artikel geben Dir Resilienz und Ruhe, weil Vata das zentrale Dosha für Dein Nervensystem ist. Ganz besonders wirksam und wichtig finde ich am Morgen ein paar Minuten für Deine Zentrierung. Ich habe dazu viele Möglichkeiten in meinem Blogartikel zur stressfreien Morgenroutine geschrieben. Hier erkläre ich Dir meinen persönlichen Geheimtipp:


Shavasana


Stell Dir anfangs einen Wecker auf 3-10 Minuten, je nach Zeit und Lust.


Leg Dich auf den Rücken, die Beine ungefähr hüftbreit geöffnet und die Arme ein Stück weg vom Körper. Hauptsache, es ist bequem für Dich!


Mach Dir klar: Alles ist gut. Ich muss jetzt nichts tun. Ich darf einfach SEIN!


Allein das ist sooo beruhigend für Dich. Du musst nicht denken, nichts tun, Du weißt, diese paar Minuten sind nur für Dich, Deine Gesundheit, Deine Erfüllung.


Wenn Du möchtest, kannst Du die einzelnen Körperteile in Gedanken durchgehen und Liebe und Entspannung hinein senden. Alternativ beobachte, was da ist: Welche Körperteile spürst Du besonders? Sind sie warm oder kalt? Spürst Du Deinen Atem? Deinen Herzschlag? Nimm alles wahr, ohne zu bewerten. Du darfst einfach sein.


Ingwerwasser


Als Getränk am Morgen ersetze, wenn möglich, Deinen Kaffee. Koffein putscht Dich zwar kurzfristig auf, macht Dich langfristig aber fahrig, hektisch und abgespannt. Es erhöht das Vata-Dosha sehr stark.


Ingwerwasser dagegen schenkt Dir sanft und nachhaltig echte Energie!


Einfach ein paar Scheiben Ingwer mit heißem Wasser übergießen, je nach Geschmack noch etwas Honig, Zitrone und/oder Zimt dazu - fertig! Das kannst Du den ganzen Vormittag über trinken. Am Nachmittag empfehle ich es nicht, da es tatsächlich aktivierend wirkt!


Warum Ingwer? Diese Knolle ist eine echte Geheimwaffe. Ingwer reinigt Deinen Körper auf sanfte Art und Weise und stabilisiert Deine Verdauung. Dein Verdauungsfeuer Agni wird gestärkt, Du bekommst deutlich weniger Blähungen, alles wird regelmäßiger.


Deine Mahlzeiten


Zur Ernährung im Herbst lässt sich so viel sagen, dass das einen extra Artikel ergibt. Hier nur so viel:


Trotz Ingwerwasser solltest Du darauf achten, warm und gut verträglich zu essen. Gut verträglich heißt in erster Linie, dass Du auf Rohes und Kaltes so weit wie möglich verzichtest und stattdessen warm, gekocht und gut gewürzt isst und trinkst.


Einer meiner nächsten Blogartikel kümmert sich speziell um das Thema Gewürze.


Die Empfehlung "nichts Kaltes" bezieht sich nicht nur auf Essen, sondern auch auf Getränke. Auch diese warm bitte!


Achte darauf, besonders jetzt mit viel Fett zu kochen. Besonders geeignet sind Ghee und gute Öle. Fett "schmiert" Deine Knochen und Gelenke und reduziert generell das Vata-Dosha und damit alle Herbst-Beschwerden. Der schlechte Ruf von Fett ist unberechtigt. Es ist ein wertvoller Makronährstoff und außerdem der beste Geschmacksträger!


Haut-Kontakt und -Pflege


Gönn Deiner Haut im Herbst viel Pflege! Von Massagen mit guten Ölen profitiert nicht nur Deine Haut, sondern auch auf Deine Seele. Dazu habe ich in diesem Artikel viel geschrieben.


Für trockene Herbst-Haut empfehle ich besonders Mandelöl und Sesamöl. Verwende es als Hautpflege anstelle von Bodylotion, es wirkt viel nachhaltiger und tiefer! Begründung im Artikel. Noch mehr Gutes tust Du Dir, indem Du Dich mit Zeit und Liebe einölst. Mach daraus ein Ritual für Körper und Seele!


Kapha-Zeit nutzen

Klassisch wird die ayurvedische Selbstmassage Abhyanga gleich morgens empfohlen. Ich selbst führe sie lieber am Abend durch, das ist aus folgendem Grund genauso wirksam:


Sowohl die Zeit von 9 bis 10 Uhr morgens als auch die von 18 bis 22 Uhr abends ist von der Kapha-Energie geprägt, die die beruhigende und stärkende Wirkung noch intensiviert. Sie schenkt Dir Stabilität und Ruhe.



Auch Hautkontakt mit Deinem Partner oder Deinen Kindern ist abends besonders gut für Körper, Geist und Seele. Bei liebevollen Berührungen schüttet Dein Körper das Hormon Oxytocin aus. Dieses vermindert Sorgen und Ängste, wirkt antidepressiv und stärkt Resilienz und Immunsystem. Alles davon ist besonders in der Vata-Jahreszeit wichtig, und besonders gut kannst Du diesen Botenstoff in der Kapha-Tageszeit aktivieren. Also los, kuscheln!


Gut einschlafen


Schlaf ist jetzt im Herbst besonders wichtig, und gleichzeitig fällt uns das Einschlafen und Durchschlafen gerade jetzt besonders schwer. Was kannst Du tun? Ich habe zwei Tipps für Dich!


Gewürzmilch


Trink vor dem Schlafengehen eine Gewürzmilch. Das beruhigt Dein Vata und hilft Dir, gut zu schlafen! Außerdem schmeckt es super. Das Rezept ist ganz einfach:


Du erhitzt Milch oder Pflanzenmilch zusammen mit 2-3 der folgenden Gewürze: Zimt, Kardamom, Kurkuma, Safran, Muskat, Ingwer.


Probiere einfach, was Dir am besten schmeckt! All diese Gewürze sind gut für Dich.


Fußmassage


Die ayurvedische Padabhyanga, also Fußmassage, ist ein herrliches Ritual gerade in der Vata-Zeit. Stell Dir eine kleine Flasche mit Sesamöl neben Dein Bett oder Dein Sofa und massiere Deine Füße damit. Dann Socken drüber ziehen und herrlich schlafen!


Doshas kennen lernen


Willst Du Deine Doshas kennen lernen und lernen, wie Du sie ausgleichst? Und zwar unkompliziert? Ich schon.

Als integraler Life- und Business-Coach stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Ich will gesund, schön, glücklich und leistungsfähig sein. Ohne stundenlange Rituale, ohne kompliziert.

Und das bin ich. Mit Ayurveda.


Willst Du auch? Dann check meinen Selbstlernkurs Ayurveda To Go. Alles, was Du brauchst, um Ayurveda wirklich zu verstehen und für Dich umzusetzen.

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Ich freu mich auf Dich!


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