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Die beste natürliche Körperpflege für Dein Dosha und Deinen Hauttyp


Jetzt im Herbst und Winter neigen wir wieder zu trockener Haut, Juckreiz, Ekzemen und anderen Hautproblemen.


Kommerzielle Pflegeprodukte sind nicht individuell für Dich gestaltet, und sie enthalten oft viele Zusatzstoffe - ich möchte das nicht! Wenn es Dir ähnlich geht, bleib dran. Ich erkläre Dir genau, welche Art von natürlicher Körperpflege für Dich ideal ist!


Egal wie toll die Versprechen der Kosmetikindustrie klingen mögen: Deine selbstgemachte, natürliche Hautpflege ist unschlagbar! In diesem Artikel testen wir, welches Pflegeöl ideal für Dich ist.



Tradition und Wissenschaft


Öl klingt altmodisch? In den letzten Jahrzehnten wurde der traditionelle Ansatz, die Haut mit Öl zu pflegen, von vielen Dermatologen belächelt. Die Haut könne die Öle gar nicht aufnehmen, hieß es. Neue Studien zeigen, dass die bewährte Methode der Hautpflege aus einem anderen Grund wirksam ist:


Unsere Haut beheimatet Millionen von Mikroorganismen. Die äußere Hautschicht produziert selbst eine Art Öl (Hauttalg oder Sebum), das die Mikroorganismen auf unserer Haut „füttert“! Diese produzieren dann Fettsäuren, die unserer Haut Feuchtigkeit und Frische schenken und sie vor Umwelteinflüssen, Austrocknung und Alterung schützen.


Öl unterstützt auf kluge Weise

Wenn Du Deine Haut mit gutem, auf Dich abgestimmtem Pflegeöl verwöhnst, fütterst Du zusätzlich zum Sebum die Mikroorganismen und sorgst so zwar indirekt, aber effektiv und vor allem nachhaltig für gesunde, strahlende, junge und reine Haut!



Typbestimmung


Um die typgerechte Körperpflege zu finden, musst Du keinen Dosha-Test zur Bestimmung Deiner Grundkonstitution machen. Der würde nicht viel weiter helfen, denn die Haut verändert sich mit den Jahreszeiten, mit dem Alter und Deinen Lebensumständen. Es geht hier um Dein Vikriti, also Deinen aktuellen Zustand, und zwar ganz speziell den der Haut.


Nutze Deine Körperweisheit


Und wie bestimmst Du den Zustand Deiner Haut am besten? Ganz natürlich: Mit Deinen Sinnen!


Schau Dir Deine Haut an, streiche darüber, spüre sie von innen… Alleine schon dieses Bewusstsein für Deinen Körper und hier speziell für Deine Haut tut Dir gut!


Dann prüfe, welche Signale Du spürst und zu welchen Haut-Vikriti sie passen:


Vata-Haut


Das Vata-Dosha besteht aus den Elementen Luft und Äther. Die Vata-Haut ist hauptsächlich charakterisiert durch Trockenheit und Kühle.

  • Spannt Deine Haut?

  • Ist sie trocken und rissig?

  • Hast Du trockene Ausschläge oder Ekzeme?

  • Neigst Du zu Verhärtungen?

  • Hast Du eher feine Poren?

  • Ist Dir oft kalt?

Das deutet auf Vata hin.


Pitta-Haut


Die vedischen Elemente Feuer und Wasser charakterisieren das Pitta-Dosha, wobei Feuer stark überwiegt. Daher erkennst Du die Pitta-Haut an folgenden Eigenschaften:


  • Hast Du häufig Entzündungen?

  • Neigst Du zu Akne, Pickeln, Mitessern?

  • Ist Deine T-Zone tendenziell fettig?

  • Bekommst Du schnell Sonnenbrand und Sommersprossen?

  • Hast Du öfters Hautallergien und Juckreiz?

  • Ist Dir eher zu warm als zu kalt?


Kapha-Haut


Das Kapha-Dosha setzt sich aus den Elementen Wasser und Erde zusammen. Substanz, Stabilität, Schwere, Fülle und eine feuchte Kühle herrschen vor.

  • Ist Deine Haut fettig?

  • Hast Du große Poren?

  • Neigst Du zu Zysten?

  • Hast Du öfters Wasser- oder Lymphansammlungen?

  • Wirkt Deine Haut eher dick?

  • Ist sie kühl oder sogar feucht-kühl?

Das sind Zeichen einer Kapha-Haut!


Gemischte Konstitutionen


Es kann durchaus sein, dass Du an verschiedenen Stellen Deines Körpers zu verschiedenen Hautproblemen neigst. Und es ist auch möglich, dass Deine Hautprobleme an einer Stelle auf mehrere Doshas hinweisen. Dann solltest Du einfach ausprobieren und die Wirkung beobachten. Du selbst bist Deine beste Expertin!


Praxistipp


Achte darauf, Dir für Deine Körperpflege gute Öle zu kaufen. Je nach Öl findest Du vielleicht sogar lokale Ölmühlen! Ansonsten achte auf Qualität, generell ist „kaltgepresst“ eine gute Empfehlung.


Welches Öl für welches Dosha?


Für alle Doshas geeignet sind Mandelöl und Sonnenblumenöl. Wir sprechen allgemein von Tridosha-Substanzen, wenn etwas für alle Doshas gut geht.


Ich selbst bevorzuge Mandelöl, da es gerade für mich als Pitta-Typ noch etwas reizärmer ist als Sonnenblumenöl. Es riecht neutral und ist besonders gut auch für die Gesichtspflege geeignet.

Einziger Nachteil aus meiner Sicht: Du kannst es nicht regional beziehen.


Ayurvedischer Klassiker


Sesamöl ist der Klassiker im Ayurveda! Es macht Deinen Körper weich und geschmeidig und Deinen Geist ruhig und stark. Selbstmassagen mit Sesamöl ein Mini-Urlaub für Körper und Seele! Sesamöl umgibt Deine Haut und Deine Emotionen mit einer Art Schutzmantel. Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass es die Ausscheidung von Giftstoffen fördert und der Hautalterung entgegenwirkt.


Prima? Leider nicht für alle. Für Pitta-Typen ist Sesamöl oft zu erhitzend. Das Öl ist hauptsächlich im Herbst und Winter zu empfehlen, wenn Vata und Kapha vorherrschen.

Sesamöl hat außerdem einen Eigengeruch, den nicht jeder angenehm findet.


Kokos - Konsistenz und Wirkung


Kokosfett - mein persönlicher Favorit. Es ist toll für Körper-, Gesichts- und Haarpflege, es riecht super, und es lässt sich verwenden wie eine Creme, da es bei unter 25°C nicht flüssig ist. Kokos beruhigt, kühlt, wirkt gegen Entzündungen und Hautunreinheiten, und es hilft bei Haarausfall und gegen frühzeitiges Ergrauen.


Allerdings, wie gesagt, es ist kühlend! Ich empfehle es hauptsächlich in der warmen Jahreszeit und für Pitta-Haut. Außer am Kopf: Der soll nach ayurvedischer Auffassung immer kühl bleiben, und die Kopfhautmassage (Shiroabhyanga) mit Kokosöl ist für alle Doshas gut.


Vielleicht kennst Du Kopfhautmassagen vom Friseur. Ich kann Dir sagen, mit Öl ist es noch angenehmer. Es harmonisiert Körper und Seele, Du fühlst Dich ruhig und trotzdem aktiv.


Kopfhautmassagen helfen gegen Schlafstörungen, Verspannungen, Haarausfall und Schuppen. Klar, Du musst danach gut die Haare waschen! Ich mache die Massage gerne abends und wasche dann am nächsten Tag meine Haare.


Überblick


Die folgende Auflistung zeigt Dir auf einen Blick, welche Öle für welche Typen gut geeignet sind - geh hier einfach nach Gefühl und probiere aus, was Dir besonders gut gefällt! Für die Vata-Haut eignen sich

  • Sesamöl

  • Olivenöl

  • Mandelöl

  • Kürbiskernöl

  • Jojobaöl (herrlich geschmeidig!)

  • Nachtkerzenöl (besonders für sehr trockene Haut)

  • Walnussöl

  • Sonnenblumenöl


Für Pitta-Haut empfehle ich


Kapha-Haut profitiert am meisten von

  • Mandelöl

  • Sonnenblumenöl

  • Rapsöl

  • Distelöl

  • Maisöl


Anwendung


Wie wendest Du das Öl dann an?

Für die Körperpflege fülle ich das Öl in einen Pumpspender. So kann ich einfach eine geeignete Menge in meine Hände geben, ohne alles um mich herum ölig zu machen. Dann massiere ich das Öl in meine Haut.


Im Ayurveda hat die Selbstmassage (Abhyanga) einen hohen Stellenwert. Es wird empfohlen, sie jeden Morgen durchzuführen! Besonders für gestresste Frauen mit einem Vata-Ungleichgewicht ist sie nicht nur zur Hautpflege toll: Abhyanga beruhigt und vitalisiert gleichzeitig, sie unterstützt das Immunsystem und die Verdauung, und sie hilft bei der Ausscheidung von Giftstoffen. Und nicht zuletzt macht sie eine wunderschöne Haut!


Ich habe morgens oft wenig Zeit und Lust, mich zu massieren. Daher führe ich die Körperpflege lieber am Abend durch. Das hilft mir beim Abschalten und lässt mich mit einem Gefühl der Geborgenheit wunderbar einschlafen.


Für die Gesichtspflege habe ich das Öl in einer kleinen Flasche mit Pipette. So kann ich gut dosieren und mache mir nicht die Haare fettig. Das Gesichtsöl - ich verwende Aprikosenkernöl mit ätherischem Rosenöl - wende ich abends an. Morgens verwende ich eine selbstgemachte Hautcreme. Dazu in weiteren Artikeln mehr.


Im nächsten Artikel geht es darum, welche ätherischen Öle für Dich ideal sind. Bleib dran :-)


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