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Gesunde Weihnachten mit Ayurveda


Über Weihnachten wird's automatisch ungesund? Food-Koma nach dem Festessen? Dringender Bedarf abzunehmen nach den Weihnachtstagen?


Das muss alles nicht sein. Du kannst genießen und gleichzeitig gesund und fit bleiben! Ich erkläre Dir hier wie.


Weihnachten kann anstrengend sein


Ganz ehrlich: Für mich war Weihnachten schon als Kind stressig. Als sehr sensibler Mensch sind die Feiern Schlag auf Schlag mit so vielen Menschen auf einen Haufen anstrengend. Dazu kam der Druck, dass alles perfekt und harmonisch sein "musste". Du kennst das vielleicht aus Deiner Familie.


Außerdem fand ich das viele Sitzen und das fleischlastige Essen anstrengend. Mindestens zwei Tage nacheinander Braten mit Klößen - nichts für mich. Und alle in meiner Familie haben sich nach dem Essen schwer gefühlt.


Vielleicht hast Du, wie so viele, ein schlechtes Gefühl oder schlechtes Gewissen nach den Feiertagen. Egal ob Braten mit Klößen oder etwas anderes: Mit meinen ayurvedischen Tipps gestalten wir Weihnachten leichter!


Ayurveda im Winter


Das Gute an der Winterzeit: Dein Agni, also Dein Verdauungsfeuer, ist stärker als während der anderen Jahreszeiten. Du kannst Dir das so vorstellen wie den Saft von Bäumen: Dieser zieht sich im Winter von außen nach innen.


So passiert es auch mit unserer Durchblutung: Sie wird geringer in der Nähe der Haut und der Extremitäten und Du frierst mehr. Dafür steht sie im Körperinneren zur Verfügung und hilft Dir, die im Winter notwendigen schwereren Speisen besser zu verdauen.


Ayurvedische Geschmacksrichtungen


Die winterliche Vata-Zeit verlangt nach den Geschmacksrichtungen süß, sauer und salzig, und am meisten süß. Die ayurvedische Geschmacksrichtung süß beinhaltet viel mehr als das, was wir als süß empfinden, wie ich Dir in diesem Blogartikel erkläre.


Ayurvedische Balance


Fett, Getreide, Fleisch und die meisten anderen nährenden Weihnachts-Klassiker gehören zu Geschmacksrichtung süß. Die meisten unserer Mahlzeiten enthalten süße, salzige und saure Geschmäcker.  Sogar zur Vata-Zeit ist es aber wichtig, auch die anderen Geschmacksrichtungen mit einzubeziehen:

  • scharf

  • bitter 

  • herb/zusammenziehend

Wir sehen uns im folgenden an, wie Du diese einfach und lecker in Dein Weihnachtsmenü integrierst.


Schärfe: Rege sanft Deine Verdauung an!


Wie auch bei den anderen Geschmacksrichtungen ist scharf im Sinne des Ayurveda nicht nur das, was wir landläufig als „scharf“ einstufen. Auch viele milde Speisen haben durch aus scharfe Noten und werden daher zur ayurvedischen Geschmacksrichtung scharf gezählt. Beispiele dafür sind Kohlrabi, Spinat, Tomaten, Basilikum und Zimt.

Ayurvedischer Aperitifndest Du in diesem Blogartikel.

In geeignetem Maße sollte die Geschmacksrichtung scharf in jeder Ernährung vorhanden sein. Sie erwärmt, reinigt, stärkt unser Verdauungsfeuer, die Aufnahme der Nährstoffe in unseren Geweben sowie die Ausscheidung.


Scharf in Maßen

Übertreiben sollten zumindest Vata- und Pitta-Typen es damit nicht. Warum? Für Pitta-Typen sorgt die Schärfe für eine Verstärkung des sowieso sehr starken Feuers in ihrer Konstitution, und es kommt leicht zu Pitta-Beschwerden wie Sodbrennen, Durchfällen und Hautproblemen. Die Schärfe wirkt außerdem austrocknend, was für die sowieso zu Trockenheit tendierenden Vata-Typen alles andere als hilfreich ist.


Ayurvedischer Aperitiv


Aber wie gesagt, in Maßen solltest Du Schärfe integrieren. Vor einer schweren Mahlzeit empfehle ich folgenden „Aperitiv“, der für alle Konstitutionen geeignet ist:

Für 4 Personen brauchst Du

  • 1 EL geriebenen frischen Ingwer

  • 1 Prise schwarzen Pfeffer

  • 1 Prise Anis

  • 1 EL Honig

  • Saft einer halben Zitrone

Du kochst ca. 500 ml Wasser mit den Gewürzen auf, lässt es ca. 3 Minuten köcheln und seihst es dann ab. Wenn der Aperitiv etwas abgekühlt ist, gibst Du Honig und Zitrone dazu.


Dieser Aperitiv ist ein sogenanntes Dipana, bereitet also Deine Verdauung darauf vor, auch schwere Mahlzeiten gut zu verdauen!


Bitter is better


So Vasant Lad, Autor und Ayurveda-Experte. Die Geschmacksrichtung bitter konsumieren wir in unserer Gesellschaft hauptsächlich in Form von Kaffee, Schokolade und Bier. Alles Lebensmittel, die nicht ideal für unsere Gesundheit sind.

Ich garantiere Dir, Du hast viel weniger Heißhunger darauf, wenn Du andere bittere Noten in Deine Ernährung einbaust! Diese Geschmacksrichtung wirkt klärend und reinigend für Körper und Geist, ohne erhitzend zu wirken. Es ist DIE Geschmacksrichtung für Pitta-Typen. Auch Kapha-Typen tut die ayurvedische Geschmacksrichtung bitter sehr gut. Vata-Konstitutionen vertragen bitter aufgrund der trockenen und kühlenden Wirkung am wenigsten.

Beispiele für gesunde bittere Nahrungsmittel findest Du ganz viele in diesem Artikel.

Mein Tipp:


Chicoréeblätter sehen hübsch aus und schmecken lecker! Verwende sie ganz einfach zum Garnieren Deiner Mahlzeiten! Sie haben jetzt noch Saison und halten sich im Kühlschrank über eine Woche!


Was, zusammenziehend?


Herb oder zusammenziehend ist im heutigen Sinne keine Geschmacksrichtung, wir können sie aber trotzdem wahrnehmen: Denk einmal an das Gefühl, das unreife Bananen oder der Saft vom Granatapfel im Mund auslösen: Es fühlt sich an, als würde sich buchstäblich etwas in dir zusammenziehen.

Zusammenziehende Speisen sind gut gegen Schwellungen sowie Durchfall und übermäßiges Schwitzen. Der Körper wird gestrafft und die Schleimhäute gereinigt. Auch das tut gut in der Weihnachtszeit!

Mein saisonales Rezept dafür: Wirsing-Chips!


Du brauchst dafür

  • 6 Wirsingblätter

  • 2 EL Olivenöl

  • 1 TL Steinsalz

  • 2 Prisen schwarzen Pfeffer

  • 1 Prise Kurkuma

  • Saft einer halben Zitrone

Aus Öl und Gewürzen machst Du eine Marinade, mit der Du die geschnittenen Blätter einreibst. Du legst diese dann auf einem Backblech aus, so dass sie sich nicht überlappen. Du brauchst dafür locker 2-3 Bleche. 

Diese gibst Du dann 40 Minuten bei 120 Grad Umluft in den Ofen. Achte darauf, dass nichts verbrennt!

Die Chips schmecken super als Garnitur Deiner Gerichte und geben Biss!


Ayurvedische Routine über Weihnachten


Ayurveda ist viel mehr als Essen! Besonders hilfreich finde ich in der leider oft stressreichen Weihnachtszeit eine gesunde Routine. Wenn Du bereits eine Morgenroutine oder Abendroutine hast, versuche diese zumindest in Teilen beizubehalten. Wenn nicht, schau Dir in diesem Artikel gerne meine Anleitung zum Aufbau einer stressfreien Morgenroutine an.

Warum Routinen? Ayurveda empfiehlt gesunde Routinen für alle Doshas, besonders wichtig sind sie jedoch, um Vata zu beruhigen. Und über Weihnachten ist das bei uns allen erhöht, da es in der Natur vorherrscht.


Zumindest solltest Du über die Weihnachtstage einmal täglich in Dich gehen, um nicht im Trubel unterzugehen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Meditation, Journaling oder auch ein bewusster Spaziergang alleine und ohne Handy. Das bringt mich zu meinem nächsten Tipp.


Bewegung über Weihnachten!


Wahrscheinlich hast Du wenig Zeit für ausgedehnte Sporteinheiten. Das macht aber nichts. Auch hier macht die Regelmäßigkeit den Unterschied. Geh einmal täglich eine kleine Runde spazieren, gerne auch im Familienkreis! Und wenn Du besonders viel Gutes für Dich tun willst, bewege Dich direkt am Morgen ein bisschen. Du weckst damit Deine Zellintelligenz und sorgst für einen viel besseren Stoffwechsel.

Wenn Du das noch nicht gewöhnt bist, beginne mit einer kleinen Veränderung. Beispielsweise kannst Du ein paar Mobilisierungübungen machen: Arme schwingen, den Körper schütteln und kreisen, vielleicht ein paar Sprünge auf der Stelle. Viel mehr Möglichkeiten und welche Art von Bewegung für welches Dosha besonders gut geeignet ist, beschreibe ich ebenfalls in meinem Artikel zur Morgenroutine.


Spezialtipp für Sensible


Ist Dir der Trubel um und an Weihnachten oft einfach zu viel? Zu viele Menschen, zu viel Lärm, zu wenig Rückzugsmöglichkeit? Dann geht es Dir so wie mir.


Ich bin ein sehr sensibler Mensch und nehme Eindrücke viel stärker wahr als meine Umgebung. Schon als Kind hörte ich oft „Ach Anne, hab Dich doch nicht so!“, wenn ich einfach nach Hause oder ins Bett wollte statt weiter mit vielen Menschen zu feiern.


Weihnachten ist für hochsensible Personen besonders anstrengend, weil oft so viele Tage nacheinander verschiedene Teile der Familie „abgeklappert“ werden und man sich von dem Trubel zwischendurch nur schwer erholen kann.


Ganz wichtig ist gerade für sie eine stabile Routine. Und ich habe noch einen Spezialtipp:

Massiere Deinen Körper mit warmem Sesamöl. Das beruhigt ganz stark das Vata-Dosha und stabilisiert Körper, Geist und Emotionen. Es wirkt wie ein Schutzmantel.


Trage es einfach morgens nach dem Duschen auf und massiere es liebevoll in Deinen Körper ein. Du beginnst bei den Füßen und arbeitest Dich nach oben. Wenn Du magst, kannst Du auch ätherische Öle hinzufügen. Besonders gut eignen sich

  • Wildorange

  • Lavendel

  • Patchouli

  • Sandelholz


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